Jetzt möchte ich euch auch mal meine "beste Freundin" vorstellen.Beste Freundin, weil sie mich nie verlassen hat, weil sie immer der einzige Trost war, weil sie meine einzige Droge war, die wirklich gegen die Depressionen half. Aber letzendlich ist sie eine Lügnerin!

So ziemlich jeder weiß, dass Bulimie etwas mit Essen und Kotzen zu tun hat. Viele verwechseln das mit Magersucht. Das Bulimikerinnen stockdünn sein müssen glauben leider immer noch viel zu viele. Sogar Leute, die es wissen müssten, wie z.b Biologielehrer. Die Wahrheit sieht anders aus. Bulimiker erkennt man nicht. (Nach langjähriger Erkrankung sieht das anders aus).h Die "kleinen Folgen", die es am Anfang gibt fallen kaum auf. Augenringe und gelbe Zähne... Da denkt man sich nichts bei. Und da Bulimiker meist Normal, bis leicht übergewichtig sind sucht man sich- falls es einem überhaupt auffällt- andere Gründe für diese plötzlichen Erscheinungen. Im Anfangsstadium ändert sich das Verhalten etwas. Es könnte sein, dass die betroffene Person weniger Zeit hat, sich isoliert, gemeinsame Mahlzeiten meidet oder plötzlich eine große Interesse an Sport hat. Bei manchen Leuten trifft aber nichts dergleichen ein. Die Symptome der Bulimie sind Heißhungerattacken (siehe "The day I met Mia" mit anschließendem Erbrechen (Purging typ) und/ oder dem Gebrauchen von Abführmitteln,Diätpillen oder exszesiven Sport (Non purging typ). Um die Diagnosekriterien zu erfüllen müssen diese Heißhungerattacken mit Gegenmaßnahmen 2x pro Woche innerhalb 2 Monaten auftreten.

Folgen sind Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Mangelerscheinungen (insbesondere Elektrolyte), Herz-Rhytmusstörungen, Hormonstörungen, Haarausfall oder Phasen der Unterzuckerung bzw. Dehydrierung. Auch Kreislaufprobleme so wie Isolation und depressive Verstimmungen bis hin zu Suizidalität sind mögliche Folgen.Tendenzen zu einer Sozialphobie sind auch nicht selten.